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Das Wandern ist des Zürchers Lust
Haben Sie gewusst, wie lange die Stadtgrenze der Stadt Zürich ist? Es sind 58,6 km, teils im Wald, teils auf der Strasse und auch auf dem See. Wieso ich dies weiss?
Jedes Jahr, immer im August am Ende der Sommerferien führt die Stadt Zürich einen super organisierten Stadtumgang durch, welcher möglichst exakt auf dieser Stadtgrenze verläuft.
Bei uns Teilnehmern ist diese Wanderung Kult. Sturm, Regen oder totale Hitze, nichts kann uns Wandervögel von diesem Rundgang abhalten. Der Start ist immer beim Bahnhof Tiefenbrunnen. Wandernd geht es über Rehalp, Wehrenbachtobel bis Trichtenhausemühle. Beim Kienastenwiesweg werden wir mit einem feinen Znüni gestärkt. Weiter geht es über Oetlisberg und Adlisberg zur Bushaltestelle Tobelhof. Ein Bus mit einem charmanten gutaussehenden Chauffeuren bringt uns in die Gegend der Katzenrüti. Dort geht es weiter zu Fuss dem Katzensee entlang zum Hönggerberg.
Beim Wohn und Tageszentrum Heizenholz ist Mittagspause und dort bekommen wir jeweils das Beste Hörnli und Ghacktes das es gibt. Der Quarteierverein Höngg füllt unsere Teller, der Musikverein Zürich Höngg sorgt mit rassiger Musik für noch bessere Stimmung. Was will man mehr? Das ist Leben pur! Schwatzend lachend und voller Glückhormone wandern wir zur Baumschule Fischerweg (Werdhölzli.) Mit dem Bus werden wir auf den Parkplatz Uitikon-Waldegg gefahren. Anschliessend geht es auf meinen Joggingberg Uetliberg zum Gut Mädikon und weiter bis „im Hüsli“ Mit dem Bus durch Leimbach zur Landungsstelle bei der Freizeitanlage Wollishofen. Dort bekommt Jeder und Jede nach ungefähr sechs bis sieben Stunden wandern, die verdiente Medaille. Als schöner Abschluss dürfen wir noch eine Schifffahrt geniessen bis Kasino Zürichhorn. Dies alles für dreissig Franken. Kinder dürfen gratis mitkommen.
Jedes Jahr lerne ich an diesem Tag neue Menschen kennen. Einige nur für diesen Tag einige werden neue Freunde. Von wegen, die heutige Jugend wandere nicht mehr gerne. Es hat Kinder und Jugendliche dabei, denen man die Freude an der Bewegung und der Natur ansieht. Sie können sich noch an kleinen Dingen erfreuen wie zum Beispiel ein „Marienkäferli“ auf einem Blatt oder wenn sie jeweils eine Wurst im Gut Mädikon bekommen. Ein BRAVO an die Eltern, die ihren Kindern an so einem Wandertag einiges fürs Leben lernen. Sie lernen, dass es keine Weltreise sein muss um glücklich zu sein. Weiter lernen sie die Natur zu schätzen und ihr Sorge zu halten. Sie lernen durchzuhalten und nicht mitten im Weg aufzugeben. Selten erlebe ich solch aufgestellte Kinder wie an solchen Wanderungen. Solche Kinder machen Freude!
Auch Freude machen aber die vielen Helfer an diesem Anlass. Sie sind wahre Engel.
Ihre Arbeit ist bewundernswert. Sie kümmern sich um unsere kleinen und grösseren „Bobolis.“ Schauen, dass wir gut über die Strasse kommen, sorgen für Speis und Trank, hören sich auch Klagen an und geben uns ein Gefühl umsorgt und betreut zu sein.
Wieso erzähle ich dies alles? Als Politikerin sollte ich doch über irgendetwas schimpfen. Nein, eben nicht! Ich möchte im Gegenteil zeigen, dass unsere Stadt für uns alle etwas zu bieten hat, auch mit kleinem Geldbeutel. Einen grossen Dank!
Ich freue mich schon beim nächsten Stadtumgang 2010 neue Freunde kennen zu lernen.
Initiative zum Schutz vor Passivrauchen
Die Lungenliga hatte Anfang 2006 ihre Initiative zum Schutz vor Passivrauchen lanciert. Ende Juni reichte sie diese mit 26 000 Unterschriften ein – nötig gewesen wären „nur“ 6000 Unterschriften.
Die Initiative der Lungenliga verlangt ein generelles Rauchverbot in allen Gastgewerbebetrieben. Es wäre dabei möglich, so genannte Fumoirs an zu bieten, dort wäre allerdings Selbstbedienung.
Schwammiger Gegenvorschlag des Kantonsrates
Die Mehrheit in der Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit vom Zürcher Kantonsrat wollte vermutlich am liebsten gar kein Rauchverbot, so was nennt sich Kommission für Gesundheit. Nach der erfolgreich eingereichten Initiative der Lungenliga hat nun diese Gesundheitskommission einen sehr schwammigen Gegenvorschlag ausgearbeitet.
Dieser Gegenvorschlag hat tausend Ausnahmen. So will er das Rauchverbot auf Gaststätten mit mehr als 35 Plätzen beschränken. Kleinere Restaurants hätten kein Rauchverbot. Wieso sollen Gastrobetriebe bis maximal 35 Plätze vom Rauchverbot ausgenommen werden und für solche mit 36 Plätzen soll es gelten?
Gesundheitliche Konsequenzen
Ich habe mit Personen, die servieren, gesprochen. Die meisten sehnen sich nach einem Rauchverbot! Gesundheitliche grössere oder kleinere Probleme haben fast alle im Gastgewerbe. Angefangen von unreiner schlechter Haut bis zum chronischen Husten.
Dass vor allem auch viele Grüne- und SP-Kantonsräte für den schwammigen Gegenvorschlag stimmten, ist typisch. Wo bleiben da das soziale Gewissen und die vielversprochene Verantwortung gegenüber dem Personal?
Die „Angstmacherei“, Restaurants und Beizen seien bei einem Rauchverbot halb leer und der Wirt müsse Angestellte entlassen, ist eine faule Ausrede und vor allem nicht wahr. Bis heute ist keine einzige, wissenschaftliche seriöse und vor allem von der Tabakindustrie unabhängige Studie zum Schluss gekommen, dass sich Rauchverbot in Restaurants negativ auf den Umsatz und Gewinn auswirke. Starbucks und das Restaurant Uto Kulm auf dem Uetliberg sind die besten Beweise.
GastroSuisse beschreibt die Raucher als Genussmenschen, welche sich diesen Genuss und die Lebensfreude, welche sie beim Rauchen spüren, nicht verbieten lassen wollen. Ein Genussmensch ist also eine Person, welche freiwillig zirka 4000 giftige Substanzen, 40 davon sind krebserregend, einatmen will oder besser gesagt muss! Muss, weil die meisten Raucher nicht aus Genuss rauchen, sondern weil sie süchtig sind. Vor lauter Sucht vergessen sie aber, dass die Konzentration dieser Stoffe, welche Nichtraucher einatmen, bis zu 30 Mal höher ist, als der gefilterte Rauch, welcher der Raucher einatmet. Wenn GastroSuisse das Wort Toleranz in den Mund nimmt, missbraucht sie das Wort. Menschen mit Nikotin zu vergiften hat nichts mit Toleranz zu tun.
Ja zur Initiative, nein zum Gegenvorschlag
Die Initiative der Lungenliga ist ein grosser Gewinn für alle! Darum unterstützt die PFZ die Initiative und ist gegen den Gegenvorschlag. Der Gegenvorschlag ist schwammig, sehr schwer zu kontrollieren und dem Service Personal wird nicht geholfen gesünder arbeiten zu können.